Reimer Gronemeyer und Oliver Schultz

Die Rettung der Pflege. Wie wir Care-Arbeit neu denken und zur sorgenden Gesellschaft werden. 2023, München, Kösel_Verlag

Michaela Fink und Oliver Schultz

Das Ehrenamt in der Sterbebegleitung. Gegenwärtige Herausforderungen und künftige Chancen. 2021, Bielefeld, Transcript-Verlag

Oliver Schultz

Blickwechsel – Die Kunst der Demenz, Frankfurt/Main 2017, Edition Faust

Herausgeberschaft

Demenz: Das Magazin. erscheint vierteljährlich

(Mit Michaela Fink und Reimer Gronemeyer)

Co-Autorschaft

Die fremde Seele ist ein dunkler Wald – über den Umgang mit Demenz in Familien mit Migrationshintergrund. (Mit Gronemeyer, Reimer;  Metzger, Jonas und Rothe, Verena) Gießen 2017, Psychosozialverlag.

Buchbeiträge

Liepundeleid. Über Konfigurationen einer Solidarität der Schwäche. In: Gronemeyer, Reimer, Schuchter, Patrick, Wegleitner, Klaus (Hrsg.): Care - vom Rande her betrachtet. In welcher Gesellschaft wollen wir leben und sterben? Bielefeld 2021, Transcript.

Puzzled. Eine Erkundung von Glaube und Sichtbarkeit in 24 Stücken. In: Jurk, Charlotte und Gronemeyer, Reimer (Hrsg.): Was glaubst du eigentlich. Gießen 2020, Verlag Wolfgang Polkowski.

Blind Vertrauen. Unabsehbare Begegnungen von Malerei und Demenz. In: Fink, Michaela und Metzger, Jonas (Hrsg.) Was wird aus der Hoffnung? Interdisziplinäre Denkanstöße für neue Formen des Miteinanders. Gießen 2019, Psychosozial-Verlag.

Schenken und hinken (zum Begriff des Ehrenamts), in: Entprofessionalisieren wir uns! Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit.“ (Hrsg. Gronemeyer, Reimer und Jurk, Charlotte) Bielefeld 2017, Transcript. S. 85 – 90

Die Sage des Lallens (zum Begriff der Sprachkompetenz) in: Entprofessionalisieren wir uns! Ein kritisches Wörterbuch über die Sprache in Pflege und sozialer Arbeit.“ (Hrsg. Gronemeyer, Reimer und Jurk, Charlotte) Bielefeld 2017, Transcript. S.183 - 188

Gut für die Gesundheit. In: Klie, Thomas und Gaymann, Peter (Hrsg.): DEMENSCH. Für einen menschenfreundlichen Umgang mit Demenz. Heidelberg  2015. S. 73 - 75 

Artikel (Auswahl)

Kontaktfenster. Demenz und Corona. In: Praxis Palliative Care 47/2020 

Wann kann ich endlich nach Hause? Ein Leben ohne Donnerstage. In: Praxis Palliative Care 46/2020

Seiner krummen Wege gehen. Spuren von Gebrechlichkeit in Kunst und Leben. In: Praxis Palliative Care 45/2019

Bilder dauern uns. Kunde aus der Welt der Demenz, In: Praxis Palliative Care 43/2019

Geschick und Un-Geschick eines Briefes. Kunde aus der Welt der Demenz. In: Praxis Palliative Care 43/2019

 

Grenzgänge 

Wie Bilder Differenzen schaffen – und wie sie sie überwinden 


Dieses Bild zögert nicht. Sofort fällt einem diese schwarz auf weiß gesetzte Pinselspur ins Auge. Mitten durch das Bild geht sie und trennt es in zwei Hälften. Ein Zeichen, das kaum kraftvoller sein könnte. Ein Zeichen wofür? - möchte man sogleich fragen. Doch ein Bildzeichen braucht nicht die unmittelbare Übersetzung in eine Interpretation. Anders gesagt: Manchmal führt angesichts von Bildern gerade das Beharren auf dem, was man sieht und nicht der schnelle Wechsel zu dem, was man versteht, zu erstaunlichen Einsichten. 

Schwärmen für den Frieden

Friedenstauben - gezeichnet von Menschen mit Demenz


Am 24.2.2022 hat der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine begonnen. Zum ersten Mal seit über 70 Jahren ist wieder Krieg in Europa. Einige ältere Menschen, mit denen ich künstlerisch arbeite, sprechen hin und wieder von ihren Erinnerungen an ihre Kindheit und die Jahre während oder unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg. Da geht es um brutale Gewalt, um Väter, die nicht aus dem Krieg heimkehrten, um Flucht, Vertreibung und Verlust, um ihre Mütter, die sie und ihre Geschwister irgendwie durch diese schweren Zeiten gebracht haben. 

Seiner krummen Wege gehen

Spuren von Gebrechlichkeit in Kunst und Leben von Menschen mit Demenz


Wenn Frau Sch zum Malen kommt, da kann einem angst und bange werden. So schräg nach vorne und zur Seite gebeugt schwankt sie über den Flur, dass ich immer befürchte, dass jeder nächste Schritt sie zu Fall bringen könnte. Aber heil erreicht sie ihren Platz, lässt sich in den Stuhl fallen und macht sich sogleich ans Malen. Mit der gleichen Gelassenheit, mit der sie eben durch den Flur trudelte, geht sie nun ihrer gebrechlichen Wege im Bild.